INSIGHTS - AUFNAHMEN UND MEHR

PETER ROHR

Künstlerisches Statement

Fotografische Aufnahmen sind für mich seit langer Zeit mehr als reine Abbildungen – sie sind Rohstoffe. Ausgangsmaterial, aus dem neue Bildwelten entstehen.

Das Arbeiten mit den elementaren Ressourcen der Fotografie – Licht und Zeit – fasziniert mich. Gleichzeitig empfinde ich diese Reduktion als produktive Begrenzung. Gerade diese Spannung fordert mich heraus und treibt meinen gestalterischen Prozess an.

In meiner Arbeit vertraue ich stärker auf Intuition als auf klassische Bildkomposition oder theoretische Lehrmeinungen. Mein kreatives Handeln wird vom Bauchgefühl geleitet. Ich suche und entwickle meinen eigenen visuellen Weg – unabhängig von Konventionen. Dabei können Texte eine wichtige inhaltliche wie auch formale Rolle im Bild einnehmen und zusätzliche Bedeutungsebenen eröffnen.

Neue Arbeiten entstehen aus eigenen Ideen, visuellen Impulsen und Eindrücken auf Reisen. Der Entstehungsprozess ist offen: Manchmal dauert es Stunden, manchmal Tage oder Wochen, bis ich das Gefühl habe, dass ein Bild für mich stimmig und abgeschlossen ist.


Studioarbeiten und Composings

Meine sogenannten „Studioaufnahmen“ sind im Kern Composings. Die Sujets werden auf grauem Karton arrangiert und fotografiert. In der digitalen Weiterverarbeitung – mit Ebenenmasken und Verrechnungsmodi – entstehen daraus neue Bildräume. Vorder- und Hintergründe werden bewusst gestaltet und miteinander verwoben.

Composings verstehe ich als digitale Collagen. Schicht für Schicht, Ebene für Ebene baue ich sie in Photoshop auf und komponiere das Bild neu.


Serien und Motive

„Windows to the Past“ zeigt Fotografien aus der Bretagne, Süditalien und Schottland.
„Lost Places“ entstand in Süditalien.

Schwarzweißfotografie stellt für mich eine besondere Herausforderung dar. Der Verzicht auf Farbe zwingt zu einer bewussteren Auseinandersetzung mit Kontrast, Struktur, Lichtführung und Form. Gerade in der Landschaftsfotografie bevorzuge ich dramatische, dunkle Himmel, die Spannung erzeugen und die Bildwirkung verdichten.


Digital Paintings

In meinen Digital Paintings verlasse ich bewusst den klassischen fotografischen Raum. Die Fotografie bleibt zwar die Grundlage, doch im weiteren Prozess strebe ich gezielt einen Aquarell-Look an. Hier verschiebt sich der Schwerpunkt vom fotografischen Abbild hin zur malerischen Interpretation.


Bildbearbeitung und Haltung

Ich nutze die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung und -optimierung konsequent. Je nach Motiv erlaube ich mir Retuschen, gezielte Schärfungen sowie Farb- und Kontrastanpassungen. Die Bearbeitung ist für mich kein technischer Zusatz, sondern integraler Bestandteil des kreativen Prozesses.

Meine Bilder tragen bewusst keine Titel. Ich möchte den Betrachtenden Raum für eigene Assoziationen und Interpretationen lassen – unbeeinflusst von vorgegebenen Deutungen.

Wenn meine Arbeiten inspirieren, Fragen aufwerfen oder emotional berühren, dann hat das Bild für mich seine Aufgabe erfüllt.

Gestalterischer Werdegang
Während vieler Jahre Kursleiter Digitale Bildbearbeitung mit Photoshop
Ausbildung zum Autor für Lernsoftware

Weiterbildungen an der Schule für Gestaltung, Bern (Kurse in Akt-, Portrait-, Karikatur-  Lithografie- und Gegenstandszeichnen)
Gymnasium mit Handelsmatura
Mit den ersten Digitalkameras Bildbearbeitung am Computer. 

Ausstellungen

2022 Stef`s Kulturbistro

2023 Galerie Eulenspiegel, Paradiesli

Permanent Hotel Beatus, Saal Niesenblick,  Merligen